Ghosting ist noch einmal anders, wenn für Freitag bereits ein konkretes Treffen vereinbart war. Dann wartet man nicht nur auf emotionale Klarheit, sondern muss irgendwann entscheiden, ob der Abend überhaupt noch existiert. Eine kurze Absage spart in so einem Fall nicht nur Gefühle, sondern ziemlich praktische Planung.
H
halbvoll
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kleine dinge die den alltag sofort besser machen
Ich habe irgendwann einen automatischen Nicht-stören-Zeitraum eingerichtet. Nicht weil nachts ständig etwas Wichtiges passiert, sondern weil genau das der Punkt ist. Wenn wirklich jeder Newsletter bis morgen warten kann, muss mein Handy mir das nicht um 23:48 noch beweisen.
trinkgeld auf dem kartenterminal
Ich gebe bei gutem Service gern Trinkgeld.
Was mich am Terminal stört, ist deshalb gar nicht das Trinkgeld selbst, sondern der Moment, in dem eine freiwillige Geste plötzlich wie eine Frage aussieht, die man vor der Bedienung richtig beantworten soll.
ki-generierte texte die nach nichts klingen
Früher wusste man bei manchen internen Nachrichten schon nach zwei Sätzen ziemlich genau, wer sie geschrieben hatte. Wenn jeder Text auf denselben höflichen, sauberen Geschäftston geglättet wird, bleibt die Information erhalten – aber ein Teil der Person verschwindet aus der Sprache.
zum ersten mal merken dass die eltern älter werden
Dass die eigenen Eltern älter werden, merkt man manchmal zuerst an Menschen um sie herum. Kollegen gehen in Rente, alte Freunde ziehen weg, jemand kann bei einem Treffen nicht mehr dabei sein. Alter passiert nicht nur einzelnen Personen, sondern langsam einem ganzen sozialen Umfeld.
was einem in der schule nie beigebracht wurde
Ich dachte bei Budget lange hauptsächlich an Miete, Essen und Dinge, die jeden Monat passieren. Dann kamen Versicherungsbeitrag, Reparatur, Reise, neue Brille und irgendeine Jahresrechnung. Geldplanung wurde für mich erst realistischer, als ich verstanden habe, dass nicht jeder Monat so freundlich ist, nur monatliche Kosten zu enthalten.
zurück ins büro obwohl homeoffice funktioniert
Unternehmenskultur entsteht vermutlich nicht dadurch, dass möglichst viele Zugangskarten am selben Tag benutzt werden.
Wenn alle morgens ankommen, acht Stunden in ihren Kalendern verschwinden und danach wieder nach Hause fahren, war das zwar Präsenz. Besonders viel Gemeinschaft muss dabei trotzdem nicht passiert sein.