Neun Jahre Liverpool klingen erst einmal wie eine normale Zahl. Im modernen Spitzenfußball mit seinen kurzen Krisenzyklen ist das fast eine eigene Ära. Spieler kamen und gingen, Kader wurden umgebaut und am Ende war Klopp immer noch dieselbe erkennbare Figur an der Seitenlinie.
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letzter zug
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wenn aus freunden kalendertermine werden
Ein Treffen sechs Wochen vorher einzutragen ist eigentlich kein Problem.
Merkwürdig wird es erst, wenn der Termin sechs Wochen im Kalender steht und zwei Tage vorher trotzdem die Frage kommt, ob man ihn nicht noch einmal verschieben könnte.
Planung hilft nur, wenn der Termin am Ende auch einer ist.
der zettel im hausflur
Eine WhatsApp-Hausgruppe ist schnell, aber nur für die Menschen sichtbar, die überhaupt darin sind. Neuer Mieter, ältere Nachbarin, Person ohne Gruppe – der Zettel an der Haustür hat einen altmodischen Vorteil: Er braucht keine Einladung.
obstkorb als benefit
Am Obstkorb selbst hängt mein Arbeitsglück nicht. Ich mag aber diese zwei Minuten in der Küche, wenn jemand einen Apfel nimmt und daraus zufällig ein Gespräch entsteht, das im Kalender nie stattgefunden hätte. Manchmal ist der soziale Nebenwert größer als die Banane.
40 stunden obwohl die arbeit in 32 erledigt wäre
Acht Stunden weniger Arbeit sind nicht bei jeder Verteilung dieselben acht Stunden Alltag.
Wer an vier statt fünf Tagen ins Büro fährt, spart zusätzlich einen kompletten Arbeitsweg, Frühstück unter Zeitdruck und einmal Tasche packen.
Ein freier Tag besteht deshalb manchmal aus mehr als nur den Stunden, die im Arbeitsvertrag fehlen.
zurück ins büro obwohl homeoffice funktioniert
Mit einem festen Bürotag hätte ich deutlich weniger Probleme, wenn das Team denselben Tag nimmt.
Dann kann man Workshops, schwierige Abstimmungen und Mittagessen bewusst darauf legen. Präsenz ergibt für mich mehr Sinn, wenn tatsächlich jemand da ist, mit dem man präsent sein soll.
wenn man plötzlich gern früh nach hause geht
Ein Abend kann um halb elf richtig gut gewesen sein und trotzdem um halb elf enden.
Man hat gegessen, geredet, gelacht und merkt irgendwann: Eigentlich fehlt mir gerade nichts mehr.
Nur weil die anderen noch weiterziehen, wird aus einem schönen Abend nicht automatisch ein unvollständiger.
die erste nacht in einer neuen wohnung
Am Umzugstag sehe ich eine Wohnung hauptsächlich als Liste von Aufgaben.
Kisten hierhin, Tisch aufbauen, Müll runterbringen.
Am ersten Morgen ist zum ersten Mal nichts unterwegs. Dann merkt man, wie das Licht ins Zimmer fällt, was man vom Fenster sieht und wie sich der Ort eigentlich anfühlt, wenn niemand gerade etwas trägt.