Eine WG wird erstaunlich friedlich, wenn nicht jedes Joghurt Eigentumsfragen aufwirft. Eigene Lebensmittel, ein klarer Bereich im Kühlschrank und vielleicht ein paar gemeinsam bezahlte Basics wie Salz, Öl oder Spülmittel reichen oft völlig. Gemeinschaft muss nicht bedeuten, dass der komplette Supermarkteinkauf kollektiviert wird.
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schlüsselbund
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rundfunkbeitrag
Beim Rundfunkbeitrag ist die Anzahl der Fernseher eigentlich die falsche Inventur.
Kein Fernseher, drei Radios oder fünf Laptops ändern das Grundprinzip nicht: Entscheidend ist die Wohnung.
Das erklärt zumindest, warum Diskussionen über einzelne Geräte administrativ schnell am Thema vorbeigehen.
ein paket das laut app zugestellt wurde
Ich habe erst spät verstanden, dass „nicht geklingelt“ auch das Ergebnis einer eigenen Einstellung sein kann.
Wenn ich ausdrücklich einen Ablageort hinterlege, ist es ziemlich logisch, dass das Paket irgendwann dort liegt und die Klingel keinen Auftritt hatte.
Praktisch. Man sollte sich nur erinnern, was man selbst irgendwann angeklickt hat.
eine mietwohnung ohne küche
Bei einer übernommenen Küche würde ich inzwischen ziemlich genau festhalten wollen, was eigentlich mitverkauft wird.
Schränke, Herd, Kühlschrank, Geschirrspüler?
Spätestens wenn ein Gerät ein Jahr später kaputtgeht, ist „das war irgendwie schon drin“ keine besonders hilfreiche Eigentumsbeschreibung.
kleine dinge die den alltag sofort besser machen
Einen festen Platz für Schlüssel haben.
Klingt ungefähr so banal, wie es ist. Spart trotzdem erstaunlich viele morgens um 8:12 Uhr geführte Ermittlungen.
sachen die in deutschland unnötig kompliziert sind
Sich mit dem Personalausweis online identifizieren zu können ist eigentlich ziemlich praktisch. Dafür müssen allerdings Online-Ausweisfunktion, persönliche PIN, AusweisApp und ein NFC-fähiges Smartphone oder Kartenleser zusammenkommen. Wenn alles eingerichtet ist, wirkt es modern. Beim ersten Mal fühlt es sich noch ein bisschen wie ein kleines Technikprojekt an.
zum ersten mal merken dass die eltern älter werden
Das Haus, das jahrelang perfekt für eine Familie war, kann später plötzlich viele Zimmer, Treppen, Garten und Reparaturen bedeuten. Zum ersten Mal über kleiner wohnen zu reden fühlt sich deshalb manchmal weniger nach Immobilienfrage und mehr nach dem Ende einer sehr langen Lebensphase an.
was einem in der schule nie beigebracht wurde
Bei meinem ersten Mietvertrag hätte mir eine Schulstunde darüber mehr gebracht als manches, an das ich mich heute nicht mehr erinnere. Nicht „Wie finde ich eine Wohnung?“, sondern ganz banal: Welche Kosten stehen drin, welche Fristen gelten und was unterschreibe ich da eigentlich für die nächsten Jahre?
ein abo kündigen das man online abgeschlossen hat
Eine Kündigungsbestätigung ist eines dieser langweiligen Dokumente, die man genau dann braucht, wenn man sie zu früh gelöscht hat. Bis die letzte Abbuchung durch und der Vertrag wirklich beendet ist, darf die Mail ruhig noch ein bisschen im Archiv wohnen.
beim partner einziehen und miete zahlen
Beim Zusammenziehen entstehen neben der Miete ziemlich schnell neue gemeinsame Dinge.
Sofa, Waschmaschine, Esstisch, vielleicht Schränke.
Bei größeren Anschaffungen ist es gar nicht unromantisch zu wissen, ob etwas gemeinsam gekauft wurde oder einfach demjenigen gehört, der bezahlt hat.
Spätestens beim nächsten Umzug ist die Erinnerung daran sehr praktisch.
wenn der nachbar sonntags bohrt
Wenn jemand einmal nach einem Umzug etwas an die Wand bringen muss, könnte ich wahrscheinlich ziemlich großzügig sein.
Wenn jeden Sonntag irgendein neues Bauprojekt beginnt, wäre meine Toleranz deutlich kleiner.
Bei Nachbarschaftslärm ist Häufigkeit für mich fast so wichtig wie Lautstärke.
passwörter die man sich nie merken kann
Ein gemeinsam genutztes Streamingkonto ist kein guter Grund, plötzlich dasselbe Passwort wie für die private E-Mail weiterzugeben.
„Das kann ich mir gut merken“ ist praktisch.
Nur hängt dann an der Familienserie auf einmal deutlich mehr als die Familienserie.
für alles inzwischen einen account brauchen
Wenn ich bei einem Shop einmal im Jahr etwas bestelle, nehme ich inzwischen fast immer Gastbestellung, wenn es sie gibt.
Adresse und Zahlungsdaten braucht der Shop natürlich für den Kauf.
Ein dauerhaftes Konto brauche ich deshalb noch lange nicht.
möbel über kleinanzeigen kaufen
Bei Kleinanzeigen schaue ich inzwischen direkt nach dem Transport, bevor ich mich über den Preis freue.
20 Euro für einen guten Tisch klingt super.
Wenn ich dafür Transporter mieten, zwei Leute organisieren und durch die halbe Stadt fahren muss, ist der Tisch immer noch günstig – nur deutlich weniger spontan.