Nicht jedes Hobby braucht irgendwann einen Etsy-Shop, Instagram-Kanal oder Nebenverdienst. Man darf auch laufen, malen, kochen oder Musik machen und danach exakt null daraus monetarisieren. Freizeit ist kein ungenutztes Geschäftsmodell.
Auf dem Vertrag stehen vielleicht 40 Wochenstunden. Zwei Stunden Arbeitsweg am Tag stehen dort nicht, bestimmen aber denselben Kalender. Wer Arbeit danach bewertet, wie viel Leben daneben übrig bleibt, rechnet irgendwann nicht nur die bezahlte Zeit.
Ich mag meinen Beruf, möchte aber nicht, dass er meine komplette Persönlichkeit erklären muss. Freunde, Sport, Familie, irgendein Projekt und einfach nichts tun gehören genauso zu meinem Leben. „Was machst du?“ darf für mich eine Berufsfrage bleiben und muss keine Charakterbeschreibung werden.
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