Auf meinem Rechner gibt es einen Ordner, der einfach „Unterlagen“ heißt.
Mietvertrag, Meldebescheinigung, Versicherungszeug, Bescheide und einige PDFs, bei denen ich jedes Mal neu überlegen muss, wofür ich sie eigentlich brauche.
Wenn irgendeine Stelle etwas von mir möchte, liegt die Chance gar nicht schlecht, dass genau eines davon wieder hochgeladen werden soll.
Wenigstens ist meine Ablage dadurch besser geworden.
Bei digitalen Behördenportalen stört mich weniger, dass ich mich identifizieren muss. Das ergibt bei wichtigen Vorgängen Sinn.
Schwierig wird es, wenn Konto anlegen, Identität bestätigen und Login am Ende mehr Aufmerksamkeit brauchen als der Antrag selbst.
Digital sollte den Prozess sicher machen, nicht zum zweiten Prozess werden.
Formular abgeschickt.
Seite lädt neu.
Kein Fehler.
Keine Bestätigung.
Jetzt beginnt der administrative Teil des Administrativen.
Formular online ausgefüllt.
PDF hochgeladen.
Identität bestätigt.
Am Ende:
„Bitte reichen Sie das Original zusätzlich postalisch ein.“
Der digitale Prozess hat damit immerhin sehr effizient den nächsten analogen Arbeitsschritt vorbereitet.
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