Für „Was sollte der einziehende Partner zahlen?“ gibt es mehrere logisch klingende Antworten.
Die Hälfte der laufenden Wohnkosten. Einen Anteil nach Einkommen. Weniger als die bisherige eigene Miete. Einen Betrag unterhalb der ortsüblichen Miete.
Jede Variante beantwortet eine andere Vorstellung von Fairness.
Darum hilft es wahrscheinlich mehr, zuerst zu klären, was fair heißen soll, als sofort nach der perfekten Prozentzahl zu suchen.
Jemand kann Miete zahlen und sich trotzdem wie ein Gast fühlen, wenn jedes Regal, jede Schublade und jede Wand schon zum alten Leben des Partners gehört. Zusammenziehen bedeutet deshalb nicht nur einen zweiten Schlüssel. Irgendwo müssen auch die Sachen und Entscheidungen der zweiten Person wirklich einziehen dürfen.
Wenn ich dauerhaft bei einem Partner einziehen würde und jeden Monat Wohnkosten zahle, wäre mir wichtig, dass es danach auch wirklich unsere Wohnung wird.
Platz im Schrank, eigene Möbel, mitentscheiden können, wie Räume genutzt werden.
Geld zu teilen und trotzdem dauerhaft das Gefühl zu haben, bei jemandem zu Besuch zu sein, wäre für mich eine schlechte Kombination.
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