Beim BVB finde ich spannend, wie oft in der Vereinskultur nicht nur über Fußball, sondern direkt über Dortmund gesprochen wird. 1909 am Borsigplatz gegründet, schwarzgelbe Stadtbilder, Südtribüne – Verein und Ort lassen sich schwer vollständig voneinander trennen.
Fast 25.000 Menschen auf einer Stehplatztribüne ergeben ein Bild, das auch Leute kennen, die nicht jede BVB-Aufstellung verfolgen. Die Gelbe Wand ist damit mehr als ein Bereich im Stadion. Sie ist praktisch Teil des Vereinslogos geworden, nur mit echten Menschen.
Bei Borussia Dortmund kann man nicht nur Fan, sondern theoretisch auch Aktionär sein. Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ist seit 2000 börsennotiert. Ein ziemlich ungewöhnlicher Ort, an dem Tabellenplatz, Vereinsgefühl und Geschäftsbericht nebeneinander existieren.
Kader verändern sich jedes Jahr. Trainer ebenfalls. Die Menschen auf denselben Tribünen, Farben, Lieder und der Weg zum Stadion bleiben oft deutlich länger. Vielleicht erklärt das, warum ein Fußballverein für Fans stabil wirken kann, obwohl sportlich fast alles ständig ausgetauscht wird.
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