Landtagspräsident klingt erst mal nach Sitzungsglocke und Tagesordnung. Das Amt hängt aber auch an Landtagsverwaltung, Hausrecht und der Vertretung des Parlaments. Interessant wird deshalb vor allem, wie Rausch dieses Amt gegenüber den anderen Fraktionen ausfüllt.
Historisch ist die Wahl schon: Zum ersten Mal stellt die AfD in Deutschland einen Landtagspräsidenten. Daraus gleich eine Regierungsübernahme zu machen wäre aber genauso überzogen wie den Posten als reine Symbolik abzutun.
48 Stimmen bei 39 AfD-Abgeordneten. Der eigentlich interessante Teil des Ergebnisses sind damit die neun Stimmen von außerhalb der Fraktion. Das BSW hatte fünf angekündigt; woher die übrigen kamen, lässt sich aus dem Ergebnis nicht seriös ableiten.
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