Einen meiner besten Freunde sehe ich vielleicht viermal im Jahr.
Früher hätte ich das für eine ziemlich kaputte Freundschaft gehalten.
Dann treffen wir uns, bestellen irgendwas zu essen und nach zehn Minuten fühlt es sich an, als wären seit dem letzten Mal drei Tage vergangen.
Häufigkeit ist offenbar nicht bei jeder Freundschaft dasselbe wie Nähe.
Bei Freundschaften über mehrere Städte funktioniert „wir schauen spontan“ oft erstaunlich schlecht.
Ein Samstag in sechs Wochen klingt unromantisch, steht dafür aber tatsächlich im Kalender.
Planung ist manchmal nicht das Gegenteil von Nähe, sondern ihre Logistik.
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