In einer großen Gruppe finde ich es normal, dass jemand um 23 Uhr noch etwas schreibt. Ich finde nur genauso normal, erst am nächsten Morgen zu antworten. Asynchrones Schreiben funktioniert für mich am besten, wenn Sendezeit und erwartete Reaktionszeit nicht dasselbe sein müssen.
„Geburtstag Samstag“ wurde für genau einen Abend gegründet. Acht Monate später kommen dort Weihnachtsgrüße, Memes und die Frage nach einem Restaurant. WhatsApp-Gruppen haben offenbar kein natürliches Verfallsdatum.
Gruppenchats werden merkwürdig, wenn die eigentliche Entscheidung irgendwann in drei privaten Nebenunterhaltungen fällt.
In der Gruppe steht noch „Wann treffen wir uns?“.
Vier Leute wissen längst, dass es 19 Uhr wird.
Ein gemeinsamer Chat funktioniert nur begrenzt, wenn die wichtigen Informationen den Raum zwischendurch verlassen.
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