Ich merke bei Smalltalk, wie leicht ich auf „Ich war am Wochenende wandern“ sofort mit meiner eigenen Wanderung antworten könnte. Interessanter wird es meistens, wenn ich erst frage: „Wo warst du?“ Ein Gespräch braucht nicht immer eine bessere Geschichte, manchmal nur eine zweite Frage.
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kochen für eine person
Paprika nur für ein einzelnes Rezept kaufen ist manchmal der Anfang einer sehr kurzen Karriere im Gemüsefach. Einfacher wird es, wenn zwei oder drei Gerichte in derselben Woche ein paar Zutaten teilen. Dann ist Einkaufsplanung weniger „sieben Rezepte“ und mehr „dieselbe Paprika bekommt mehrere Jobs“.
wenn an der selbstbedienungskasse wieder jemand kommen muss
Bei Produkten mit Barcode ist die Selbstbedienungskasse ziemlich eindeutig.
Bei einem Brötchen beginnt dagegen plötzlich eine Bilderkennung durch den Kunden: Körnerbrötchen, Mehrkornbrötchen, Weltmeisterbrötchen oder doch irgendein Aktionsbrötchen.
Man wollte bezahlen und macht kurz Produktschulung.
der erste warme tag des jahres
Erster Kaffee auf dem Balkon.
Stuhl staubig.
Tisch grünlich.
Irgendwo Blätter vom November.
Der Frühling beginnt romantisch und geht erstaunlich schnell in Oberflächenreinigung über.
geschäfte die sonntags geschlossen sind
Samstag um 19:40 fällt mir zuverlässig etwas ein, das bis Montag gebraucht wird. Sonntags geschlossene Läden haben mir vor allem eine Fähigkeit beigebracht: kurz vor dem Wochenende tatsächlich darüber nachzudenken, was zu Hause fehlt.
kleine dinge die den alltag sofort besser machen
Die letzte Rolle Küchenpapier aufgemacht?
Direkt auf die Einkaufsliste.
Shampoo fast leer?
Auch drauf.
Das menschliche Gedächtnis ist beim Supermarkteingang erstaunlich schlecht darin, sich an Dinge zu erinnern, die im Badezimmer noch völlig offensichtlich waren.
sonntagabend mit leerem kühlschrank
Für Sonntagabend findet sich meistens noch irgendetwas.
Das eigentliche Problem beginnt Montagmorgen, wenn für Frühstück und Mittag ebenfalls nichts da ist und aus „morgen gehe ich einkaufen“ plötzlich ein Termin vor der Arbeit wird.
wenn an der selbstbedienungskasse wieder jemand kommen muss
Mit wenigen Artikeln mag ich Self-Checkout, weil ich mein eigenes Tempo habe und nicht noch einmal alles aufs Band legen muss. Dafür bin ich eben gleichzeitig Kunde, Scanner und Einpacker. Der Tausch lohnt sich für mich meistens – nur nicht bei jedem Einkauf.
der supermarkt zehn minuten vor ladenschluss
Zehn Minuten vor Ladenschluss noch Milch holen finde ich ziemlich unspektakulär.
Zehn Minuten vor Ladenschluss mit leerem Einkaufswagen überlegen, was man die nächsten sieben Tage essen möchte, ist eine andere Kategorie.
Vielleicht entscheidet weniger die Uhrzeit als die realistische Chance, rechtzeitig wieder draußen zu sein.