Für manche Hausinformationen reicht ein Satz. Für Bauarbeiten über drei Wochen eher nicht. Ein kurzer Aushang mit Datum und QR-Code zu den Details ist wahrscheinlich eine der seltenen Situationen, in denen Papier und digital ziemlich friedlich zusammenarbeiten können.
Hausflurzettel faszinieren mich, weil offenbar niemand klingeln möchte, aber alle bereit sind, eine Nachricht für zwölf Wohnungen zu veröffentlichen.
Bei meinem alten Haus ging es einmal um Schuhe vor der Tür.
Ich hatte keine Schuhe draußen und habe den Zettel trotzdem dreimal gelesen.
Man will ja informiert bleiben.
Manche Hausflure haben eine eigene kleine Zeitschicht.
„Bitte keine Pakete hier abstellen.“
„Heizung wird Dienstag abgelesen.“
„Fahrrad bitte bis Freitag entfernen.“
Drei Monate später hängt alles noch da und niemand weiß, welche Gegenwart gerade gilt.
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