Selbstbedienungskasse gewählt, damit es schneller geht.
Artikel gescannt.
„Mitarbeiterfreigabe erforderlich.“
Jetzt steht man neben einer Kasse ohne Kassierer und wartet auf einen Kassierer.
Bei Produkten mit Barcode ist die Selbstbedienungskasse ziemlich eindeutig.
Bei einem Brötchen beginnt dagegen plötzlich eine Bilderkennung durch den Kunden: Körnerbrötchen, Mehrkornbrötchen, Weltmeisterbrötchen oder doch irgendein Aktionsbrötchen.
Man wollte bezahlen und macht kurz Produktschulung.
Artikel gescannt.
Artikel abgelegt.
„Unerwarteter Artikel im Ablagebereich.“
Artikel ist exakt der erwartete Artikel.
System anderer Meinung.
Mit drei Sachen finde ich Selbstbedienungskassen super.
Bei einem vollen Einkaufswagen merke ich dagegen irgendwann, dass ich gleichzeitig scanne, einpacke, Platz auf der Ablage suche und darauf achte, nichts doppelt zu erfassen.
Ab einer gewissen Menge vermisse ich plötzlich sehr traditionelle Arbeitsteilung.
Eine Selbstbedienungskasse muss nicht jeden Sonderfall allein lösen können.
Schwierig wird es erst, wenn sechs Kassen gleichzeitig Unterstützung anbieten und genau eine Person Altersfreigaben, Fehlermeldungen und Rückfragen bearbeiten soll.
Dann ist nicht der Automat langsam. Die Ausnahmebehandlung ist der Flaschenhals.
Selbst gescannt.
Selbst bezahlt.
Bon fast weggeworfen.
Ausgang: Bitte Bon scannen.
Der Einkauf hat noch eine kleine Abschlussprüfung.
Alles selbst gescannt, App geöffnet, Coupon aktiviert. Preis bleibt gleich. Jetzt steht man an der automatischen Kasse und braucht einen Menschen, um herauszufinden, warum die automatische Ermäßigung nicht automatisch war.
Mit wenigen Artikeln mag ich Self-Checkout, weil ich mein eigenes Tempo habe und nicht noch einmal alles aufs Band legen muss. Dafür bin ich eben gleichzeitig Kunde, Scanner und Einpacker. Der Tausch lohnt sich für mich meistens – nur nicht bei jedem Einkauf.
Eine Flasche Wasser scannen: einfach. Getränkekiste, großer Sack Katzenstreu oder irgendetwas, das kaum auf die Ablage passt: plötzlich weniger elegant. Die Technik funktioniert, der verfügbare Quadratmeter hat nur andere Vorstellungen.
Acht Self-Checkout-Kassen sehen nach acht parallelen Kassierern aus. Wenn an drei davon Altersfreigabe, Gutschein und Fehlermeldung blinken und eine einzige Person zuständig ist, wird aus viel Parallelität schnell eine gemeinsame Warteschlange mit mehreren Bildschirmen.
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