Als ich neu im Team war, war ich ehrlich gesagt froh über die Bürotage.
Im Homeoffice hätte ich für jede kleine Frage jemanden anschreiben müssen. Im Büro habe ich irgendwann einfach rübergerufen: „Weißt du zufällig, wo das liegt?“ und zwei Minuten später war das Thema erledigt.
Nach ein paar Monaten brauchte ich das viel weniger.
Vielleicht ist genau das mein Problem mit festen Regeln: Derselbe Bürotag kann für einen neuen Kollegen ziemlich hilfreich und für jemanden, der seit sechs Jahren dort arbeitet, einfach nur 70 Kilometer Autofahrt sein.
Ein zusätzlicher Bürotag besteht finanziell nicht nur aus der Fahrt. Ticket oder Sprit, vielleicht Parken, Mittagessen unterwegs und der Kaffee, der zu Hause nichts extra gekostet hätte.
Ein einzelner Tag wirkt klein. Vier oder acht davon im Monat sind irgendwann eine eigene Position im Budget.
Erst Bürofläche reduzieren.
Dann Desksharing einführen.
Dann mehr Anwesenheit verlangen.
Und plötzlich braucht man eine App, um einen Schreibtisch in dem Büro zu bekommen, in das man kommen muss.
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