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Wenn HR, Fachbereich und zukünftige Führungskraft ohnehin dieselben Grundlagen wissen wollen, kann ein gemeinsames Gespräch manchmal effizienter sein als drei Termine. Mehr Menschen im Call sind nicht automatisch angenehmer. Drei Kalenderwochen weniger können es aber sein.
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Nach einem kurzen Erstgespräch könnte ich mit einer Standardabsage gut leben. Nach vier Gesprächen, mehreren Stunden Vorbereitung und vielleicht einer Aufgabe würde ich mir zumindest einen konkreten Satz wünschen, warum es am Ende nicht gepasst hat. Je persönlicher der Prozess wird, desto seltsamer wirkt ein komplett unpersönliches Ende.
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Eine dritte Gesprächsrunde ist nicht automatisch Unsinn. Wenn man dort zum Beispiel den zukünftigen direkten Vorgesetzten oder das Team kennenlernt, kann sie für beide Seiten neue Information liefern. Die Zahl der Runden ist weniger interessant als die Frage, ob jede davon einen eigenen Grund hat.
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Wenn Runde zwei wieder bei Motivation, Lebenslauf und „Warum möchten Sie zu uns?“ beginnt, stellt sich irgendwann eine andere Frage: Was ist eigentlich aus den Notizen aus Runde eins geworden? Mehr Interviewer bringen wenig zusätzlichen Erkenntnisgewinn, wenn jeder das Gespräch wieder bei Seite eins startet.
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Eine kleine Arbeitsprobe kann mehr zeigen als die fünfte Variante von „Was sind Ihre Stärken?“. Dann sollte aber ungefähr klar sein, was geprüft wird und wie viel Zeit dafür erwartet wird. „Mach mal etwas Beeindruckendes“ ist kein besonders präzises Assessment.
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Nach der letzten Runde ist „wir melden uns“ erstaunlich dehnbar. Zwei Tage und drei Wochen fühlen sich für jemanden mit anderen laufenden Bewerbungen sehr unterschiedlich an. Ein ungefährer Entscheidungszeitpunkt kostet das Unternehmen wenig und spart auf der anderen Seite ziemlich viel tägliches Postfachschauen.
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Vier Interviews à eine Stunde sind nicht nur vier Stunden. Vorbereitung, Anfahrt, Warten, Termine im bestehenden Job verschieben und vielleicht noch eine Aufgabe dazwischen gehören ebenfalls dazu. Bewerbungsprozesse wirken oft so, als koste zusätzliche Sicherheit nur das Unternehmen Zeit.
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Nach vier Gesprächen sollte nicht nur das Unternehmen wissen, ob der Bewerber passt. Der Bewerber sollte ebenfalls verstanden haben, wie das Team arbeitet, was konkret erwartet wird und warum die Stelle frei ist. Ein Auswahlprozess ist ziemlich teuer, wenn am Ende nur eine Seite Informationen gesammelt hat.
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Vier Gesprächsrunden können natürlich bedeuten, dass ein Unternehmen sehr sorgfältig auswählt. Sie können aber auch bedeuten, dass intern niemand allein entscheiden darf. Für Bewerber sehen beide Varianten erst mal erstaunlich ähnlich aus.
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