Früher habe ich bei Apps überlegt, ob mir etwas 4,99 Euro wert ist.
Heute überlege ich, ob es mir **jeden Monat** 4,99 Euro wert ist.
Das ist für mich psychologisch eine komplett andere Frage.
Besonders bei Dingen, die ich ungefähr sechsmal im Jahr benutze.
Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass meine Taschenlampen-App drei Tarife bekommt.
Free: Licht.
Plus: helleres Licht.
Premium Family: bis zu fünf Personen dürfen gleichzeitig sehen.
Eine App kaufen und später feststellen, dass eine bisher vorhandene Funktion jetzt zum neuen Premium-Tarif gehört, ist eine besondere Form von Produktentwicklung.
Die App kann danach mehr.
Der alte Nutzer nur weniger.
Bei Cloudspeicher, neuen Inhalten oder einem Dienst mit laufenden Kosten kann ein Abo völlig logisch sein.
Bei einem simplen Werkzeug, das lokal genau dieselbe Aufgabe wie vor drei Jahren erledigt, muss das Geschäftsmodell schon etwas mehr erklären als „Premium monatlich“.
Kostenlos testen.
Zahlungsmethode hinterlegen.
Abo starten.
Sofort kündigen, damit man es in sieben Tagen nicht vergisst.
Modernes Onboarding.
2,99 hier.
4,99 dort.
6,49 für die App, die nur alle paar Wochen benutzt wird.
Einzeln klingt fast alles nach Kleingeld.
Interessant wird es erst, wenn man einmal die ganze Liste sieht.
Ich habe überhaupt kein Problem damit, für eine gute App Geld zu bezahlen.
Bei einem Abo will ich nur das Gefühl haben, dass da auch regelmäßig irgendetwas passiert.
Für „macht seit fünf Jahren dieselbe eine Sache“ jeden Monat zu zahlen, fühlt sich für mich einfach komisch an.
7 Tage kostenlos testen.
Tag 8:
Jahresabo.
Eine Erinnerung am Tag vorher würde das Produkt wahrscheinlich nicht schlechter machen.
Nur die Überraschung kleiner.
Wenn ein Abo teurer wird, frage ich mich plötzlich viel genauer, wann ich es zuletzt wirklich benutzt habe.
Bei 3,99 Euro lief es einfach weiter.
Bei 6,99 Euro beginnt auf einmal eine kleine persönliche Wirtschaftlichkeitsprüfung.
Manche Preiserhöhungen sind gleichzeitig Nutzungsstatistik.
Abo in der App gefunden.
Kündigen dort nicht möglich.
„Dieses Abonnement wurde über einen anderen Anbieter abgeschlossen.“
Jetzt beginnt die kleine digitale Schatzsuche:
App Store, Play Store oder doch direkt auf der Website?
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